Fahrzeughistorie & Entwicklung

Wie alles begann?

Naja, jeder fängt einmal klein an! Oder nicht?

 

once-upon-a-time

© pixabay 2015

2005, ist das schon lange her! Und doch hab ich das Gefühl, als ob das gerade eben erst war. Die Zeit vergeht wie im Flug und es kommt mir so vor, als ob die Zeit immer schneller vergehen würde. Bei unserem Kennenlernen war er noch bevorzugt auf zwei Rädern unterwegs und natürlich voll begeistert davon. Schnell, schneller und noch schneller. Mit dem Motorrad fahren ist so super! Einfach Gas geben (leider öfters zu schnell) und die Freiheit dabei genießen. Kein Warten in der Schlange an der Ampel und kein Parkticket lösen müssen. Er sah darin erkennbar viele Vorteile, im Gegensatz zum Auto. Ich war zwar nicht so begeistert davon, aber hab es so hin genommen, wie es eben war. Er hatte aber auch ein Auto, d.h. er war nicht immer zu schnell unterwegs 😀 ..aber, was soll ich sagen? Man(n) gönnt sich ja sonst nichts 😉

gsxr

© Rznag Rmrod 2015

 

Glück im Unglück -€“ macht Schaden kreativ?

blue-light

© pixabay 2015

Ein krasser Unfall, sogar mit Feuerwehreinsatz und dem daraus resultierenden wirtschaftlichen Totalschaden des Motorrads, bescherte uns einige Probleme, die uns, zu der Zeit, wirklich herausforderten.

Zum Glück hat er den Unfall – wie durch ein Wunder – nahezu unverletzt überstanden.

Wir lebten zu der Zeit in unserer ersten gemeinsamen Wohnung. SIe war ziemlich groߟ und lag im Erdgeschoss. Wir hatten einen riesigen Keller, aber weder eine Garage, noch einen eigenen Parkplatz. Wir hatten dafür eine gebührenpflichtige Kurzparkzone vorm Haus und einen kleinen Innenhof, wo man nichts wegen der Nachbarn machen konnte. Aus diesen Gründen haben wir aber dort die ersten gemeinsamen Schritte zu auߟergewöhnlichen Maߟnahmen gestartet.

Kurz und gut, das Motorrad war komplett im Eimer und wir hatten keinen Abstellplatz dafür. Super Aussichten!

Was sollten wir nun tun?

Naja, erstmal brauchen wir einen Plan.

Wir hatten kein Geld übrig, um uns eine Garage mieten zu können. Der Herbst war inzwischen angekommen und das Motorrad musste aus der Werkstätte geholt werden. Also mussten wir einen Platz dafür finden. Aber wohin damit? Was wäre die einfachste, schnellste, und günstigste Lösung?

Wir haben hin und her überlegt. Dann kam die Idee. Nach Abwiegen aller Vor- und Nachteile, hatten wir die ‘perfekte’ Lösung für unser Problem gefunden.

Wir haben einfach kurzerhand unser Esszimmer ausquartiert, da wir es sowieso nie nutzten und stattdessen seine provisorische Motorradwerkstatt daraus gemacht. So konnte er jederzeit im warmen Schrauben und wir konnten trotzdem Zeit zusammen verbringen. Das mag wohl eine unkonventionelle Lösung sein, aber Schaden, der behoben werden muss, macht kreativ 😉

Wohnungsgarage

© Rznag Rmrod 2015

 …vorher – lauter Einzelteile

gsxr_neu

© Rznag Rmrod 2015

…nachher – wieder top!

 

Aus zwei mach vier, aus drei mach eins – teilen macht doch Spaߟ!

GS vorher

© Rznag Rmrod 2015

…vorher – alter Topf

 

GS nachher

© Rznag Rmrod 2015

…nachher – cooles Bike

 

In der Zwischenzeit hat er sich zwar noch ein Motorrad geholt, aber meistens war er wieder mit vier Rädern unterwegs, was mir persönlich wesentlich lieber war. Leider waren die Autos anderer Ansicht, und so verabschiedeten sich gleich zwei Motoren hintereinander. Wir hatten aber immer zumindest ein Auto zum Fahren. Je nachdem wie die finanzielle Lage es gerade zulieߟ, aber es waren immer nur alte Fahrzeuge. Wir mussten die Reparaturen an den Fahrzeugen leider immer im Freien, auf der Straߟe oder einem öffentlichen Parkplatz machen. Manchmal fanden wir, für die eine oder andere Reparatur, Unterschlupf bei Bekannten, die gerade Platz hatten. Leider war das eher die seltene Ausnahme. Reparaturen in einer Werkstätte kamen Aufgrund der finanziellen Situation auch nicht in Frage. Zu allem Ąrger obendrauf wurde uns immer nur empfohlen, das jeweilige Auto wegzuschmeissen und ein Neues zu holen. Ja sicher, das Geld wächst auch auf Bäumen und ich muss nur schütteln und es fällt herunter und ich brauche es dann nur mehr einzusammeln. Wohl kaum! Also haben wir uns mehr oder weniger von einer Karre zur Nächsten gewerkelt.

Er hat sich 2010 dann wieder ein eigenes Auto geholt. Dieses Mal  war es aber etwas anderes. Ein Geländewagen Mitsubishi Pajero, der uns von nun an begleiten sollte. Mit dem konnten wir endlich auf Reisen gehen.

pajero

© Rznag Rmrod 2015

 

Auf zu neuen Abenteuern!

Pajero

© Rznag Rmrod 2015

Abenteuer hatten wir inzwischen wirklich einige, dass kann ich euch sagen. Aber ich sage auch immer: No risk, no fun. Also brauch ich mich nicht zu wundern, wenn wieder einmal unvorherbare Ereignisse eintreffen 😉 Naja, rückblickend betrachtet, ist alles zusammen nur mehr halb so schlimm. Am Ende findet man doch immer eine passende Lösung, wenn auch der Weg dorthin oftmals nicht so einfach ist.

Wir machten einige sehr schöne Kurztrips und sogar einen dreiwöchigen Urlaub auf Korsika damit. Wir hatten eine supertolle Zeit und damit zu fahren, machte uns richtig Spaߟ. Das Auto war groߟ, geräumig und bequem. Auߟerdem hatte man einen richtigen Komfort in diesem Fahrzeug. Wir waren durch und durch begeistert davon und nutzten jede Gelegenheit zum Rumdüsen.

Pajero

© Rznag Rmrod 2015

Life is a never ending journey – Die abenteuerliche Reise geht weiter

pajero

© Rznag Rmrod 2015

Wir hatten aber auch noch einige Abenteuer anderer Art. Wir sind Ende 2011 nämlich aus unserer alten Wohnung ausgezogen, weil wir einfach keinen Bock mehr auf die Terrornachbarn hatten. Als Abschiedsgeschenk hat sich auch noch unser Ofen verabschiedet und so hatten wir die letzten zwei Wochen keine Heizung mehr. Toll! Gut, dass erst Mitte November ist 😉 Zwei Wochen lang bei max. 15 Grad zu verbringen macht keinen Spaߟ – dies hätte ich nun auch herausgefunden. Gut daran war, dass wir wenigstens schon eine ‘warme’ Wohnung in Aussicht hatten. Also mussten wir Anfang Dezember noch siedeln. Das Problem dabei war leider aber, dass die neue Wohnung um vieles Kleiner war, als die Alte. Das bedeutete für uns somit: räumen, schlichten, ausmisten, hergeben usw. Da wartete wirklich jede Menge Arbeit auf uns. Allerdings hatten wir insgesamt ein Monat Zeit dafür, also war es insgesamt nicht mega stressig.

Nachdem der Pajero, leider wegen übermäßigem Rost, für uns nicht mehr zu reparieren war, hatten wir wieder ein Auto. Der Abschied fiel mir schon ein biߟchen schwer, weil wir mit ihm unseren ersten längeren Urlaub verbrachten und er einfach ‘cool’ war. Aber nützt nix, wenn man das Auto nur auf der Strasse reparieren kann, dann muss man sich leider irgendwann davon trennen. Mit ihm hatten wir unsere ersten Offroaderfahrungen gemacht und mein Liebster hat natürlich sofort Feuer gefangen. Das Motorrad stand im Keller rum und war von da an einfach uninteressant. OFFROAD!!! Das ist genau das Richtige für uns! Dorthin fahren, wo nur wenige Menschen hinkommen. Da kann man die Stille genieߟen, dabei die Seele baumeln lassen und gleichzeitig Abenteuer erleben. Das ist ja noch viel besser, als einfach so in Urlaub zu fahren. Damit kann man nämlich jederzeit fahren. Man muss einfach nur reinspringen und losdüsen.

pajero

© Rznag Rmrod 2015

 

Wer die Wahl hat…muss viel im Internet suchen und lesen

road-sign

© pixabay 2015

Nachdem der Pajero leider Geschichte war, musste er sich ein anderes Auto suchen. Ich habe darauf eigentlich eher weniger Einfluss gehabt. Es war sein Geld und somit seine Entscheidung. Ich war nur gespannt, welches Gefährt er sich nun kaufen würde.

Nach längerem hin und her, hat er sich dann dafür entschieden, dass er sich einen VW Bus kaufen wolle. Ich war anfangs skeptisch, weil damit wieder jede Menge Arbeit auf uns zukommen würde. Nicht so sehr wegen der Arbeit an sich, sondern eher wegen der fehlenden Möglichkeit, das Fahrzeug reparieren zu können.

Aber er hatte seinen Entschluss gefasst und nichts konnte ihn nun mehr davon abbringen. Durch Zufall hat er im Sommer 2012 dann endlich einen Bus gefunden, der dem Inhalt seiner Brieftasche und unseren Reparaturvorstellungen entsprochen hat.
Damit wir den Bus anmelden konnten, mussten wir ein paar Kleingkeiten reparieren, was sich aber in Grenzen hielt. Die Substanz des Busses war im Großen und Ganzen gut und alles andere, so waren wir der Meinung, würden wir uns dann ‘einfach im Laufe der Zeit’ so bauen, wie wir es haben wollen.

Schau ma mal, dann seh ma eh!

Wir hatten überhaupt keine Ahnung, was uns alles bevorstehen würde und waren demnach positiv gestimmt. Aber in nicht allzuferner Zukunft sollte sich das rasch ändern.

VW T3 Synchro

© Rznag Rmrod 2015

…so hat er anfangs ausgesehen 😀

 

Das Schicksal schwingt die Keule, aber …dem Bus sei Dank!

bank_wasser

© Rznag Rmrod 2015

Wir haben uns, auf die Schnelle, noch ein paar Sachen ins Auto gebaut, damit wir auch richtig campen konnten. Zumindest haben wir uns so gut es geht bemüht. Von nun an hieߟ es nämlich für uns: Wir können gemütlich im trockenen Auto schlafen und müssen nie wieder das doofe Zelt aufbauen!

Juhu, jetzt haben wir gewonnen!!!

Dann kanns ja losgehn!

Ups, fast hätten wir eine Matratze zu kaufen vergessen. Das wäre aber gar nicht gut gewesen. Denn im Bus wird die hintere Sitzbank (123cm breit) umgelegt und im Anschluss kommt eine Matratze, so dass man dann eine angenehme Liegefläche erhält.

Wir haben zwar keine Originale auf die Schnelle auftreiben können, aber dafür eine gute Notlösung gefunden. Also, nichts wie ab auf den Berg und ein wenig chillen.

Bus erste Ausfahrt

© Rznag Rmrod 2015

..bereit für die Ausfahrt!

Leider ist die Sommerzeit viel zu schnell vergangen und der Herbst zog ins Land. Damit war dann auch Schluss mit unseren Ausfahrten. Leider konnten wir nicht einmal ansatzweise unsere Freizeit mit dem ‘neuen’ Bus genieߟen, da uns das Schicksal wieder mal einen Strich durch unsere Vorhaben machte und ich monatelang anderwärtig ausgelastet und belastet war. Die Keule schwang erstmal kräftig von links und dann nochmal eins von rechts hinterher, sodass ich das Gefühl hatte, ohnmächtig zu werden. Diese Keulen haben sich wirklich ausgezahlt, das könnt ihr mir gerne glauben. In der Zeit sind unglücklicherweise ziemlich tragische Dinge geschehen und demnach folgte eine äußerst traurige Zeit, an die ich mich nicht gerne erinnern mag. Aber inzwischen habe ich alles soweit überstanden und daraus sogar einiges gelernt. 2012 war wahrhaft unbeschreiblich, leider nicht im positiven Sinn gesehen, wenn ich von der Perspektive von eben ausgehe. Also, schnell einen Perspektivenwechsel machen, denn dann sieht es auch gleich ganz anders aus. Immerhin konnten wir zehn Tage Urlaub im September im Süden machen. Auch diese Erfahrung mussten wir unbedingt einmal machen. ‘All Inklusive’  Urlaub. Und es war genauso grausam, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber auch daraus haben wir auch etwas gelernt.
Nämlich, wir fahren nur mehr mit dem Bus weg! Rückblickend und objektiv betrachtet, könnte ich in der Tat sagen, dass wir während einer schrecklichen Phase im Leben, mit dem Bus eine durchaus angenehme Zeit verbringen konnten, um wenigstens ein klein wenig abschalten zu können. Kurz gesagt – dem Bus sei Dank!

© Rznag Rmrod 2015

 

Im Winter liegt immer viel Schnee, das tut dem Syncro aber gar nichts, auch nicht weh 😉

Synchro im Schnee

© Rznag Rmrod 2015

Der Winter löst bei manchen Menschen sehr seltsame Dinge aus. Drauߟen ist es kalt und nass. Ich mag den Winter nicht so gerne. Ich bin eher ein Mensch, der es wärmer mag. Ich habe aber auch nichts explizit gegen den Winter, mich nervt nur die Nässe. Dieser matschige, eklige, dreckige Schneepatzen, der uns die Parkplätze in der Stadt raubt. Schnee ist ja wohl schön und toll, aber eben nur in der Natur und nicht in der Stadt 😉 Außerdem hab ich im Winter von der Kälte und Feuchtigkeit Gelenksschmerzen und das find ich noch blöder. Nun aber zum wichtigeren Teil der Story.

Ich mache jetzt ein Gedankenspielexperiment. Ich schreibe freiweg, was er sich wohl  damals gedacht hat 😉

€ž”Hui, das macht Spaߟ! Im Schnee fahren mit dem Syncro. Während alle anderen nur doof am Neuschnee rumrutschen und gar nicht klarkommen. HaHaHa. Ich fahre bei der Kreuzung los, der gräbt sich einfach in den Schnee rein und ich düse allen davon! Und wie sie alle schauen, ja, schaut’s nur. Ich hab halt einen Bus -€“ einen Syncro! …Die Heizung ist zwar nicht so der Oberhit, aber was solls. Egal, ist ein Bus! Juhu, eine Runde im Schnee cruisen ist€“ voll super!”

So oder so ähnliche Gedanken haben ihn sicher im Winter begleitet. Gleich danach folgten dann seine Aussagen, dass das blöde Salz alles kaputt macht am Auto. Und hat sich darüber aufgeregt, dass in der Stadt, wo doch eh kein Schnee ist, soviel gesalzen werden muss. Was auch zweifellos stimmt! Da wird gesalzen, was der Streubehälter nur so hergibt. Und die Autos sind von November bis März permanent weiߟ vom vielen Salz. Da freut sich die Karosserie immer ganz besonders drüber.

Die Busses im Winter

© Rznag Rmrod 2015

 

Endlich ein neues Jahr! 2013 – Winter ade!

T3_matsch

© Rznag Rmrod 2015

Im Frühjahr kommt endlich wieder die Zeit, in der die anstehenden Reparaturen weiter in Angriff genommen werden können. Leider sind die Jahreszeiten auch nicht mehr das, was sie einmal waren und so kam es, dass erst im Jänner richtig viel Schnee gefallen ist und er auch ziemlich lange liegen blieb. Drauߟen war es lange viel zu kalt, um am Auto arbeiten zu können. Dann wurde es endlich wärmer und wir konnten mit der Arbeit anfangen. Das Wetter war sehr unbeständig und erschwerte uns die Arbeit massiv dadurch. Als wir die Bremsen reparierten, mussten wir sicherlich fünfmal alles ab- und wieder anbauen, weil es plötzlich wie aus Kübeln zu regnen angefangen hat. Wir haben zwar permanent am Bus gearbeitet, aber irgendwie ging es trotzdem nur sehr schleppend voran. Die Zeit verging wieder wie im Flug und wir waren noch lange nicht so weit, als wir voher angenommen hatten.

In der Wohnung haben wir uns inzwischen soweit eingewöhnt. Wir genieߟen den Besitz einer Badewanne und die wolige Wärme, naja, eigentlich ist das schon eher mit der Wärme in der Karibik zu vergleichen. Wir hatten im Winter, bei abgedrehter Heizung, im Wohnzimmer 27 Grad. Die Wohnung war das ‘krasse’ Gegenteil von der alten Wohnung. Schlecht hingegen war, dass die Heizkosten pauschal abgerechnet wurden. So mussten wir mehr oder weniger für drauߟen heizen, denn es war so warm, dass wir öfter die Blkontüre offen lassen mussten, weil es einfach zu heiߟ war. Nervig war außerdem, dass über uns schon wieder nervige Nachbarn wohnten. Zwischendurch war es wirklich so heftig, dass ich mir nur mehr gedacht hab: “Ziehts bitte endlich aus! Gehts bitte einfach!”

Nach ein paar langen Monaten und vielen schlaflosen Nä¤chten sind sie wirklich ausgezogen! Ich habe getanzt und mich gefreut, wie schon lange nicht mehr.

Endlich Ruhe, dachte ich mir.

Leider war dem aber nicht so, denn die Nachbarn oben waren zwar laut, aber die Nachbarn unter uns leider auch. Ältere Menschen, die den Fernseher, die ganze Nacht, mit voller Lautstärke laufen lassen. Das Bett hat zusätzlich als Schallverstärker gedient und mir gratis Fernsehen beschert. Täglich, die ganze Nacht.

Na prima!

Inzwischen war ich schon regelrecht zu einem lärmhypersensiblem Wrack mutiert. Um wegen der Dauerbeschallung überhaupt einschlafen zu könen, musste ich meine Ohren zustopfen. Insomnia -€“ im wahrsten Sinne des Wortes -€“ I can´t get no sleep. Leider war das nicht lustig.

Mit der Zeit haben sich mehr und mehr nervige Sachen ergeben, z.B. Parkplatzmangel, Mieterhöhung, so dass wir uns dazu entschlossen haben, eine andere Wohnung zu suchen.

Wir haben die Wohnung gekündigt, mit einem Funken Hoffnung, dass wir eine Passende finden werden. Freunde und Bekannte haben uns ein wenig für Verrückt gehalten, weil wir die Wohnung einfach so gekündigt haben. Aber ich bin schon so oft umgezogen, dass ich inzwischen ein regelrechter Siedlungsprofi geworden bin. Ich interessiere mich auch schon seit jeher für Immobilien und beobachte laufend den Markt. Von daher kann ich das Alles eigentlich ziemlich gut ein- und abschätzen.

Am Anfang der Kündigungsfrist braucht man sich noch nicht wirklich umzuschaun, weil man sowieso drei Monate Kündigungsfrist hat und es noch zu früh dafür ist.

Vermieter suchen meistens ab sofort oder es steht dabei, ab wann die Wohnung bezugsfertig ist. Also muss man sich deswegen nicht sofort unnötiger Weise stressen. Wir haben uns entschlossen, dass wir uns wieder ein Monat Zeit lassen werden beim Siedeln. Es sind zwar seit dem letzten Umzug ein paar Sachen weniger geworden, aber leider wegen dem Bus dafür wieder neue Sachen dazugekommen. Ich musste mich nun intensiver mit der Suche auseinandersetzen. Im zweiten Monat wirds nämlich schon ernster mit der Wohnungssuche. Leider war überhaupt nichts ansprechendes frei und wir wussten auch nicht so recht, was wir überhaupt wollten.

Ich war schon ein wenig genervt, weil mir scheinbar jedes ‘coole Objekt’ vor der Nase wegeschnappt wurde. Die Zeit verflog förmlich, langsam wurde es Ende Monat und noch immer war keine Wohnung in Aussicht. Schritt für Schritt machte sich Unsicherheit breit und ich fing schon an zu bezweifeln, dass wir noch rechtzeitig eine Wohnung finden werden. Als Notmaߟnahme haben wir uns entschlossen, dass wir uns auf eine viel kleinere Wohnung bewerben, da wir eigentlich auch nicht so viel Platz benötigen. Besser wäre für uns mehr Lagerflächer oder eine Garage. Darum haben wir auch vor einiger Zeit intensiver angefangen, eine Garage zu suchen. Wir schauten zwar immer wieder, aber entweder es war so groߟ und dermaߟen  teuer oder einfach irgendwo in nirgendwo. Viele Hoffnungen haben wir uns also nicht gemacht, denn man findet kaum was in der Stadt, das groߟ und günstig genug für uns wäre. Also haben wir nun eine Garage und eine Wohnung gesucht. Beides war nicht einfach zu finden. Es war kaum ein Angebot am Markt.

Die letzten Monate waren demnach insgesamt gesehen nicht besonders motivierend, denn trotz des vielen Arbeitseinsatzes und intensiver Bemühungen kamen wir mit den geplanten Arbeiten nicht hinterher.

Immer wieder kamen beim Bus neue Sachen zum Vorschein oder wir wurden durch andere Umstände gebremst, wie z.B.  Besichtigungen, Termine, Leerlauf,€“ also ungenutzte Zeit.

Diese fing inzwischen an, wirklich zu drängen und alles Zusammen zerrte mehr und mehr an unseren Nerven und verbrauchte unsere Reserven. Irgendwann waren wir beide ziemlich am Limit angekommen und sagten dann aber wirklich einmal ‘stop’. Genug ist genug!

Wir fahren jetzt einfach mal weg und machen  genau das, was uns gefällt. Neuen Kräfte tanken€“ also – rein in den Bus und ab in die Berge!

Immerhin haben wir vor Kurzem, wie durch ein Wunder, eine Garage in der Nähe, zum Abstellen und Schrauben für die Autos gefunden.

Warum ich dann noch weiter rumjammere?

Nun ja, im Laufe der Jahre hat sich echt einiges an Reparaturen zusammengehäuft. Und so waren wir die letzten Monate permanent nur mehr mit Schrauben, Tun und Machen an unseren Autos beschäftigt. Bei allen drei Autos (Bus und zwei PKW) musste die Jahresüberprüfung gemacht werden.

Aber irgendwie wurde statt weniger Arbeit immer mehr daraus. Und so vergingen die Monate wie im Flug. Im Juni wurde erst der Skoda von uns für das Pickerl fertig gemacht. Gerade noch in der Frist. Das Auto stand aber seit Ende November stillgelegt in der Garage und wurde nur bei Bedarf als Ersatzwagen genutzt. Das jahrelange Stehen im Freien hat der Karosserie gar nicht gut getan. Er wurde zwar technisch laufend fit gemacht, aber nun musste er für die ܜberprüfung auch wieder vermehrt an der Karosserie fit gemacht werden. Da kam leider mehr zu Tage, als uns lieb war und wir dachten schon, dass wir nicht mehr fristgerecht fertig werden damit. Aber wir haben ‘hardcore’ gearbeitet und es am Ende dann auch geschafft.

Da kommt die eine oder andere Reparatur auf einmal dazu, mit der man vorher nicht gerechnet hat. Natürlich wurden auch ein paar Blitzideen umgesetzt, die nicht unbedingt notwendig gewesen wären und anderes blieb dafür liegen. Die Zeit verging sehr schnell und der Kalender zeigte uns inzwischen August an.

Leave a Reply